Erlebnisbericht aus Oldenburg

Da ich kuerzlich in Oldenburg zum Trainerlehrgang weilte, hatte ich etwas mehr Zeit, mir die dortige junge Truppe anzusehn.
Zunaechst zum Lehrgang: IRB Instructor Ian Davies schaffte es binnen kurzem, die mit unterschiedlichen Voraussetzungen (hauptsaechlich Spieler aus Oldenburg, aber auch Lehrer, alte Frauen…) teilnehmenden Rugbyfreunde zu begeistern. Es ging gleich in die Praxis.
Jeder „musste“ ran und konnte aus dem gezeigten wieder etwas mitnehmen.
Leider war ich aufgrund bestimmter „technischer“ Einschraenkungen nicht in der Lage, selber viele Uebungen mitzumachen, aber auch fuer mich gab es Aufgaben, zB Beobachtungen des Verhaltens der anderen Trainer etc.
Ich koennte dazu noch lang und breit ausfuehren, aber nur soviel: ich freue mich schon auf den 2. Teil.
Was ich sehr bezeichnend fand fuer das grosse Engagement der Oldenburger, war die Teilnahme eines wirklich grossen Teils des aktiven Kaders.
Neben mir waren noch 2 andere keine Spieler der GVO bei einer Gesamtzahl von 12 Leuten, dazu kamen im Lauf der 2 Tage noch Leute, die keine Zeit fuer den gesamten Lehrgang hatten, aber wenigstens am Nachmittag oder am Sonntag (wo auch Tag der offenen Tuer beim GVO war) ein paar Stunden eruebrigen konnten.
Es scheint generell erklaertes Ziel zu sein, auch neue Leute schnell verantwortlich ins Team und damit verbundene Aufgaben einzubinden und die vorhanden „Arbeit“ auf alle Schultern zu verteilen, sodass evtl „Ausfaelle“ nicht so ins Gewicht fallen.
Viele Vereine kranken IMHO daran, das die Hauptlast der Organisation etc auf einigen wenigen lastet und diese auf Dauer ermueden oder bei einem evtl Ausfall (Krankheit, Arbeitsbelastung im Job, Wegzug) kaum zu ersetzen sind.
Wenn es in Oldenburg wirklich so wie beobachtet weitergeht, wird das hoffentlich kein Problem sein.
Ich hatte am Rande auch noch Gelegenheit, mit Klaus-Uwe Gottschlich, der die Oldenburger bei ihrer Gruendung (im Oktober 2010 erst!) begleitet hat, zu reden und fand es sehr erfrischend.
Auch wenn ich nicht alle seine Ansichten teile, so habe ich doch hier erneut den Eindruck gewonnen, das seine Methoden (und auch sein enormes persoenliches Engagement) wirklich viel bewirken koennen.
Am vergangenen Sonntag haben wir dann noch einen Besuch beim Training gemacht (ich finde Sonntagstraining eine tolle Idee!) und uns wieder sehr wohl gefuehlt.
Besonders gefaellt mir natuerlich, das hier von Anfang an auch die Gruendung einer Frauenmannschaft angestrebt wird. Ich hoffe, das dies in absehbarer Zeit gelingt.

Fazit:
In Oldenburg geht was!

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